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Aktuelles aus der Welt des Bieres und der Biersekte

AB InBev veröffentlicht Verbraucherinformationen online und direkt auf allen Verpackungen
Montag, 26. Juni 2017
Quelle: Anheuser-Busch InBev Deutschland

Der weltweit größte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev sieht sich in Sachen Verbraucherinformationen in Deutschland im Zielkorridor. Das Unternehmen hat inzwischen über 90 Prozent der Etiketten mit detaillierten Nährwert- und Inhaltsangaben sowie dem weiterführenden Online-Portal mein-bier-erleben.com versehen.

Neben der schon umgesetzten Kennzeichnung der alkoholfreien Produkte schließt das Unternehmen jetzt die Kennzeichnung auf den alkoholischen Varianten seiner Marken wie Beck’s, Franziskaner oder Hasseröder ab. Über 90 Prozent aller Etiketten sind inzwischen vollständig mit allen Informationen (sowohl auf 100 ml als auch auf die Verpackungsgröße gerechnet) ausgestattet.

Neben der Kennzeichnung auf Etiketten oder Umverpackungen stellt die Website www.mein-bier-erleben.com die Nährwerte und Inhaltsstoffe aller Sorten in einem ansprechenden Layout und mobile-optimiert benutzerfreundlich dar. Auf diese Weise bietet das Unternehmen den Kunden die Möglichkeit, zusätzliche Produktinformationen nicht nur Zuhause, sondern auch unterwegs auf dem Smartphone abzurufen.

Bislang kommuniziert kein deutsches Brauereiunternehmen die Inhaltsstoffe ihrer Produkte so präsent und eindeutig wie Anheuser-Busch InBev. Der für die Unternehmenskommunikation verantwortliche Oliver Bartelt erklärt: „Die Menschen haben keine Lust mehr, immer zu hören, was sie besser nicht tun sollten. Konsumenten achten heute verstärkt auf Ihre Ernährung und suchen aktiv nach Nähwertinformationen – sie wollen aber selber entscheiden. Die Nährwertkennzeichnung ermöglicht einen bewussten Konsum unserer Produkte. In vielen Fällen, wie beispielsweise bei alkoholfreien Varianten ist die Nährwertkennzeichnung sogar ein echtes Verkaufsargument: Mit lediglich 26 kcal pro 100 ml ist ein alkoholfreies Franziskaner Blutorange weniger süß und hat nahezu halb so viel Kalorien wie ein klassischer Organgensaft“. Aber auch im Vergleich verschiedener alkoholischer Getränke wie Wein oder Longdrinks ist an der Mär vom Bierbauch nicht viel dran: Gerechnet auf 100 ml ist ein Bier, was die Kalorienzahl betrifft, fast immer die erste Wahl.
 
Informationen zum Reichenhaller Reinheitsgebot von 1493
Freitag, 16. Juni 2017
Quelle: Dr. Johannes Lang

Da er die stark verschuldete Stadt Reichenhall finanziell unterstützen wollte, verlieh Herzog Georg der Reiche 1492 der Stadt die
Überreichung Goldene BierIdee 2017 an Dr. Johannes Lang
Überreichung Goldene BierIdee 2017 an Dr. Johannes Lang
Abgaben aus dem Ungeld, einer Art von Getränkeverbrauchssteuer auf alkoholische Getränke. Um die künftigen Einnahmen effizient zu gestalten und um die Qualität der verabreichten alkoholischen Getränke zu garantieren, erließ der Reichenhaller Stadtrat in Absprache mit dem herzoglichen Pfleger Wilhelm Trauner am 7. Februar 1493 eine Getränkeverordnung für Wein, Met und Bier.

In insgesamt 43 Punkten wurden Im- und Exportbedingungen, steuerliche Gefälle, Kontrollinstanzen, Herstellungsverfahren und Strafmaße festgelegt. Der größte Teil der Getränkeverordnung war dem Bier, seiner Zusammensetzung und dessen Verkauf gewidmet. Punkt 24 sah vor, zum Bierbrauen – so es keine anderen Absprachen mit dem Stadtrat gab – nur Malz, Wasser und Hopfen zu verwenden: „Ain yeder Prew soll bey dem aid, denn er darumben geschworn hat, nit annders prauchen zu pier dann guet beschauts unnd gerechtfertigs Malltz, Wasser unnd Hopffn.“

Dass die Zugabe von Hefe beim Brauprozess sehr wohl bekannt war und als selbstverständlich für die Kenntnis um die Bierherstellung vorausgesetzt wurde, belegt Punkt 34, worin vermerkt wird, dass Brauer und Wirte die Bierhefe – hier „Germ“ genannt – verkaufen durften. Zudem unterschied man sprachlich explizit zwischen der Weinhefe, die als Hefe bezeichnet wurde, und der Bierhefe, also dem Germ. Die Getränkeverordnung sah ferner nicht nur die Herstellung von Bieren aus Gersten-, sondern auch aus Weizengetreide vor. Die genaue Beschreibung des Brauprozesses verdeutlicht darüber hinaus den hohen handwerklichen Standard bei der Bierproduktion im Reichenhall des ausgehenden Mittelalters.

Die Reichenhaller Saline war damals bayernweit der größte und wichtigste Wirtschaftsbetrieb, wo rund 700 Menschen Arbeit
Reichenhaller Reinheitsgebot Originaltext
Reichenhaller Reinheitsgebot Originaltext
fanden. Deren Versorgung mit guten und Kraft spendenden Getränken war von übergeordneter Bedeutung, hingen davon doch die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und die Salzversorgung Bayerns ab. Vor diesem Hintergrund entstand die 14-seitige Getränkeverordnung, an deren Ausarbeitung man vom 24. Dezember 1492 bis zum 7. Februar des darauffolgenden Jahres beschäftigt war, also mehr als sechs Wochen lang. Sie dürfte – und dafür spricht auch die Länge der Bearbeitungszeit – für damalige Verhältnisse eine der besten und genauesten Getränkeverordnungen überhaupt gewesen sein, insbesondere im Hinblick auf die Qualitätskontrolle bei der Bierherstellung.

Die Benennung dieser Getränkeverordnung als „Reichenhaller Reinheitsgebot“ geht auf den Historiker und Bad Reichenhaller Stadtarchivar PD Dr. Johannes Lang zurück. Er konnte die Urkunde in den Beständen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs ausfindig machen, erkannte deren Bedeutung für die bayerische Braugeschichte und beschrieb sie erstmals 2016 in einer Broschüre für die Bad Reichenhaller Brauerei „Bürgerbräu“ mit dem Titel „Das Bier, das Salz und die Stadt. Geschichte der Bier- und Braukultur in Bad Reichenhall“. Zusätzlich wird Johannes Lang in einer der nächsten Ausgaben der renommierten „Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte“ eine Transkription, Kommentierung und detaillierte Kontextualisierung der Urkunde vornehmen.

Dies ist insofern gerechtfertigt, als die Bedeutung dieses Fundes weit über den Reichenhaller Wirkungskreis hinaus reicht. Denn nur neun Tage nach Inkrafttreten des Reichenhaller Reinheitsgebots erließ Herzog Georg der Reiche am 16. Februar 1493 für sein Teilherzogtum Bayern-Landshut, wozu auch Reichenhall gehörte, eine Biersatzordnung, in der ebenfalls Malz, Hopfen und Wasser als die alleinigen Bestandteile des Bieres verordnet wurden. Die zeitliche Nähe zum außerordentlich exakt ausgearbeiteten Reichenhaller Reinheitsgebot legt es nahe, dass man sich daran vorbildhaft orientierte.

Mit der Bayerischen Landesordnung vom 23. April 1516 sollte eine Harmonisierung der Verordnungen, Gesetze und Gebote der wiedervereinigten bayerischen Teilherzogtümer erfolgen. Dabei handelte es sich um eine möglichst alle Rechtgebiete umfassende Kompilation, bei der es nicht um detaillierte Vollständigkeit, sondern um die Klarstellung besonders wichtiger und aktueller Fragen für den frühneuzeitlichen Territorialstaat ging: Die knappen Formulierungen darin, das Bier und dessen Herstellung betreffend – heute bekannt als „Bayerisches Reinheitsgebot“ – bilden lediglich eine verkürzte Darstellung der in Bayern damals allgemein verbindlichen Qualitätsstandards bei der Biererzeugung.

Genau über diese Qualitätsstandards gibt uns das Reichenhaller Reinheitsgebot von 1493 erschöpfend Auskunft. Es spiegelt gewissermaßen ein Abbild dessen, was hinsichtlich der Bierherstellung in Bayern damals als „state oft the art“ galt.  Denn darin ist nicht nur die Rede von Wasser, Malz und Hopfen, sondern auch die Verwendung der Hefe wird angesprochen. Zudem wird erwähnt, dass sich das Malz keineswegs auf Gerstenmalz allein beschränken müsse und auch die Herstellung von Weizenbieren erlaubt sei. Detailliert wird der Herstellungsprozess des Bieres beschrieben, beginnend bei der Sichtkontrolle der Rohstoffe über den eigentlichen Brauvorgang bis hin zur Fassabfüllung. Das Reichenhaller Reinheitsgebot von 1493 spiegelt in herausragender Weise die Bedeutung des Bayerischen Bieres am Ausgang des Mittelalters und das Bemühen um die Schaffung eines hochwertigen Volksgetränkes.

Dr. Johannes Lang
Stadtheimatpfleger Bad Reichenhall

 
Jahreshauptversammlung der Biersommeliers unter dem Motto Bier im Tourismus
Mittwoch, 14. Juni 2017
Quelle: Verband der Diplom Biersommeliers

Die Jahreshauptversammlung des Biersommelierverbands findet in diesem Jahr vom 13. bis zum 15. Oktober in Ried/Innviertel/Österreich statt. Erwartet werden 200 Biersommeliers aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich und Tschechien. Auf dem Programm stehen neben der Weiterbildung am Freitag die Generalversammlung am Samstag mit einer umfassenden Tagesordnung sowie einem bierigen Rahmenprogramm mit Besuchsmöglichkeit der parallel stattfindenden Biermesse. Im Vordergrund stehen aber wie immer bei Verbandstreffen natürlich der fachliche Erfahrungsaustausch und das persönliche Kennenlernen unter den Kollegen.

Auf Einladung des Innviertels ist der Biersommelierverband zu Gast in Ried/Österreich. In gewohnter Weise wird der vorgelagerte Weiterbildungstag auch in diesem Jahr inhaltlich von Verbandsmitgliedern gestaltet. Am Vormittag werden Biersommeliers aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz Aspekte vorstellen, wie Bier als Buchungsmotiv dienen und damit der Tourismus eng mit Bier verknüpft werden kann. Der Nachmittag wird mit einem immer wichtiger werdenden Thema eingeläutet werden: der Biersommelier als Gesprächspartner von Medien. Nach der Ausbildung stehen Biersommeliers als Meinungsbildner plötzlich im Rampenlicht, werden von Journalisten um die Meinung gebeten. Beim Vortrag gibt es wertvolle Tipps für den Umgang mit Journalisten. Zum Abschluss steht ein Bierpairing der ganz besonderen Art auf dem Programm: Musik als Einflussfaktor auf die Bierauswahl und das Konsumverhalten.
 
Medaillenregen für Weiherer Bier
Montag, 12. Juni 2017
Quelle: Brauerei-Gasthof Kundmüller GmbH

Die Brauerei Kundmüller wurde mit sechs Medaillen beim 4. Internationalen Craft Beer Award sowie vier Medaillen beim Australian International Beer Award ausgezeichnet. Damit holt das Familienunternehmen aus Weiher erneut begehrte Branchenpreise nach Franken.

Mit 970 Bieren aus 28 Nationen ging am 3. und 4. Mai in Neustadt an der Weinstraße zum vierten Mal Meiningers International Craft Beer Award, einer der größten internationalen Bierverkostungen, über die Bühne. Die besten Biere wurden von einer 90-köpfigen Expertenjury mit einer Medaille ausgezeichnet – für die Brauerei Kundmüller waren dies Gold für den Weiherer Bock Bourbon Style und Silber für den Weiherer Weizenbock, Weiherer Rauch, Weiherer Pils, Weiherer Keller und den Gemeinschaftssud Weiherer / Fat Head’s Imperial IPA.

Meiningers International Craft Beer Award wurde 2014 erstmalig veranstaltet. Gleich im ersten Jahr wurden 250 Biere verkostet, 2015 verdoppelten sich die Anstellungen mit 550 Bieren aus aller Welt, 2016 konnte nochmals eine Steigerung von über 25 Prozent auf knapp 700 erreicht werden. 2017 waren es 970 Biere (+37 Prozent).

Die Australian International Beer Awards, kurz AIBA, sind mit über 2,000 Einsendungen aus 358 Brauereien in 36 Ländern der größte jährliche Bierwettbewerb der Welt. Auch hier überzeugte die Brauerei Kundmüller mit vier ihrer Biere und gewann die Silbermedaille  für Weiherer Rauch, Weiherer Weizenbock und Weiherer / Fat Head’s Imperial IPA sowie Bronze für den Weiherer Bock.

Die ausgezeichneten Weiherer Biere können übrigens neben allen weiteren Sorten bei der Maikerwa vom 26. bis 29. Mai in Weiher probiert werden.
 
Oettinger startet mit Sixpack Alkoholfrei in den Sommer
Samstag, 10. Juni 2017
Quelle: OETTINGER Brauerei GmbH

Passend zu den warmen Jahreszeiten startet Oettinger mit einem neuen Bier in die Saison: Oettinger Alkoholfrei in der umweltfreundlichen 0,33 Liter Flasche. Das erfrischende Getränk kommt rechtzeitig für einen lauen Sommer-Abend auf den Markt.

Vertrieben wird das Neuprodukt ab Mitte Mai im praktischen Sixpack, damit es problemlos auf den Grillabend oder zum See mitgenommen werden kann. Aber auch Sportler kommen damit auf ihre Kosten. „Das isotonische Oettinger Alkoholfrei ist gerade nach schweißtreibender Bewegung der perfekte Durstlöscher“, sagt Jörg Dierig, Geschäftsführer der Oettinger Brauerei.

Was das alkoholfreie Bier von Oettinger so besonders macht, ist sein Geschmack. „Mit dem hopfig frischen, aber auch herben Geschmack setzten wir neue Akzente bei den alkoholfreien Bieren“, so Dierig. „Nicht zuletzt wird das Alkoholfreie den Geschmack passionierter Bier-Trinker treffen.“
 
Der globale Biermarkt bleibt spannend
Samstag, 3. Juni 2017
Quelle: mer/drinktec

Die drinktec ist weltweit die Nummer eins für die Brauereibranche


Rund 44 Prozent der Besucher kamen bei der letzten drinktec aus dem Brauereiwesen. Die drinktec 2017, die Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, bleibt damit die wichtigste internationale Messe für die Braubranche. Vom 11. bis 15. September 2017 treffen sich auf dem Münchner Messegelände alle, die mit der Herstellung von Bier zu tun haben: Große und mittelständische Brauer, lokal und regional Produzierende, Craftbrauer, Microbrauer und Hobbybrauer. Sie werden alles finden, was für ein gutes Bier nötig ist.

Der globale Durst auf Bier lässt derzeit etwas nach. Erstmals mussten die Brauereien weltweit in zwei Folgejahren ein Minus hinnehmen, 2014 um 0,5, 2015 um 1,5 Prozent. Schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und zunehmende politische Unruhen dürften die Hauptursachen dafür gewesen sein. Und: Der Weltbiermarkt ist inzwischen stark konsolidiert. Die fünf größten Brauereigruppen standen laut Statista 2015 bereits für etwas mehr als die Hälfte des gesamten Bierabsatzes von 1,93 Milliarden Hektoliter. Umso wichtiger wird es für jede einzelne Brauerei, effizient und flexibel produzieren zu können. Dazu gehört die richtige Technik, dazu gehören energiesparende Brauverfahren, dazu sind kontinuierliche Investitionen in den Betrieb nötig, ganz nach dem Motto „Eine Brauerei, die nicht mehr baut, bald nicht mehr braut“.

drinktec: Lösungen für große und kleine Brauer


Für die Braubranche bietet die drinktec 2017 alles, was zum Produzieren und Vermarkten von Bier notwendig ist. Hobbybrauer und Craftbrauer finden genauso maßgeschneiderte Lösungen wie Familienunternehmen und Großbrauereien. Insgesamt bieten etwa 80 Prozent der drinktec-Aussteller Lösungen und Technik für die Brauwelt. Die Aussteller zeigen produktspezifische Prozesstechnik für Bier vom Sudhaus über Filtration bis hin zu den notwendigen Analysegeräten in Halle B2, Rohstoffe von Mälzereien und dem Hopfenhandel präsentieren sich in Halle B1 und Gastronomiebedarf sowie Schankanlagen werden in Halle A1 ausgestellt. Neu ist der Ausstellungsbereich Home & Craft in Halle C1, wo Klein- und Hobbybrauer das passende Equipment finden. Die drinktec reagiert damit auf einen Trend, der auch in Deutschland immer weitere Verbreitung findet. 17.000 Hobbybrauer soll es hierzulande bereits geben, die Grenzen von der Produktion für den Hausgebrauch bis hin zum Gewerbe sind fließend. Das Technik-Angebot der benachbarten drinktec@SIMEI in den Hallen C1 und C2, wo Maschinentechnik und Equipment für die Weinherstellung und Weinbearbeitung präsentiert wird, dürfte auch für Craftbrauer interessant sein, die gerne mal ihre Spezialbiere in edlen, großen Weinflaschen abfüllen und eher in Stückzahlen als in Hektoliter denken.

Erfolgsgeschichte Craft-Bier


Natürlich wird in der Braubranche nicht alles nach Größe gemessen. Gerade die mittelständischen Brauereien sind in der Regel sehr gut in der Lage, ihre Nische zu finden und auszufüllen. Die immer noch kräftig rollende Craft-Bier-Welle wogt inzwischen rauschend durch fast alle Kontinente. In Europa, Asien und Australien entstehen reihenweise neue Kleinbraustätten. In den USA, dem „Mutterland“ der Craft-Bewegung, legten die Craft-Brauereien 2015 nach Angaben der Brewers Association in einem stagnierenden Gesamtmarkt um fast 13 Prozent (beim Absatz) bzw. 16 Prozent (beim Umsatz) zu. Sie bedienen mittlerweile über zwölf Prozent des zweitgrößten Biermarktes der Welt. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte! Dank Craftbier kommt nach jahrelangem Stillstand auch immer mehr Dynamik in die weltweiten Hopfenmärkte. US-amerikanische Hopfenfarmer hatten vor Jahren begonnen, neue Hopfensorten zu züchten, Craftbrauer experimentierten mit besonderen Geschmacksnuancen. Jetzt ziehen auch andere Regionen nach. Beispielsweise kommen aus der Hallertau neue deutsche Sorten mit hocharomatischen Nuancen.

Turbulente Asien-Pazifik-Region

In der Asien-Pazifik Region war der Markt für Bier in den letzten Jahren recht turbulent. Leicht abgeschwächtes Wachstum, hoher Wettbewerbsdruck und zunehmende Präsenz ausländischer Brauereien einerseits sowie die erhöhte Beliebtheit von Craftbier-Brauereien, mehr verfügbares Einkommen und ein insgesamt konsumorientierteres Verbraucherverhalten andererseits werden den Markt auch in Zukunft beeinflussen: AsiaBriefing erwartet, dass der Biermarkt in Asien-Pazifik im Jahr 2020 ein Volumen von immensen 220 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Der chinesische Biermarkt ist seit 2002 der größte der Welt in Hinblick auf Produktion und Gesamtverbrauch. China ist seit jeher ein sehr fragmentierter, heterogener Markt. Die goldenen Zeiten mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten scheinen vorläufig erst mal passé zu sein, nachdem der Markt 2014 und 2015 eine spürbare Delle erfuhr. Aber: „Für einen Abgesang ist es deutlich zu früh“, meint Meik Forell von der Unternehmensberatung Forell&Tebroke Partnerschaft in einer Analyse des chinesischen Biermarktes.

Hoffnungsvolle Zeichen

Denn es gibt auch hoffnungsvolle Zeichen. Der VDMA geht für die gesamte Getränkeindustrie des Asien-Pazifik-Raums von einer jährlichen Wachstumsrate von 4,6 Prozent aus. Das Jahr 2016 war das erste des 13. Fünf-Jahres-Plans in China. Die Politik will damit den wirtschaftlichen Wandel erleichtern, den Konsum ankurbeln und Innovationen stärken. Die zwei neuen Konzepte „Industrie 4.0“ und “Made in China 2025” bieten dabei die Grundlage für neue, smarte Ideen auch für die Getränkeindustrie. Davon wird auch die Brau-Zulieferindustrie profitieren. Als wichtigstes Branchenevent in China und Asien gilt die CHINA BREW CHINA BEVERAGE (CBB), Internationale Fachmesse für Brauerei- und Getränketechnik. Seit 2011 ist die Messe München Mitveranstalter der CBB. Sie findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt, das nächste Mal vom 23. bis 26. Oktober 2018 in Shanghai.

Auch Vietnam entpuppt sich als Wachstumsmarkt für Bier in der Region Asien-Pazifik. Das Land ist inzwischen der größte Bierkonsument in der ASEAN-Region und der drittgrößte in Asien nach China und Japan. Indien ist zwar in erster Linie ein Markt für Spirituosen. Aber der Konsum von Bier steigt langsam an. Besonders hochpreisige Biere sind gefragt. Analysten von TechNavio prognostizieren dem Biermarkt in Indien eine jährliche Volumen-Wachstumsrate von knapp 15 Prozent bis 2018. Laut Euromonitor International werden Importe von Premiumbier bis 2018 jährlich um 11 Prozent ansteigen. Auch Craftbier-Brauereien sind in den großen urbanen Zentren Indiens wie Pilze aus dem Boden geschossen. Jährlich, jeweils abwechselnd in Mumbai, New Delhi und Bangalore, findet die drink technology India (dti) statt, Internationale Fachmesse für die Getränke- und Foodindustrie, die von der Messe München und deren Tochter MMI India veranstaltet wird. Wenige Wochen nach der drinktec, vom 26. bis 28. Oktober 2017, trifft sich die Branche in New Delhi. Gemeinsam mit den Veranstaltungen International PackTech India und der FoodPex India, die zeitgleich stattfinden, bildet das Messe-Trio die wichtigste Plattform Indiens für diese Branchen.
 
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