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Der Begriff Craft Beer ist seit geraumer Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde. Craft Beer steht für handwerklich (craft) gebrautes Bier (Beer) und ist der Trend auf dem deutschen & internationalen Biermarkt. Deshalb verlosen wir zusammen mit dem Online-Shop Craftbeer-Dealer.com im Juli / August fünf tolle Bierpakete mit leckerem Craft Beer aus Deutschland. Jedes Bierpaket enthält 10 Biere aus verschiedenen Deutschen Brauereien.
 
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Neuigkeiten aus der Welt des Bieres

Das traditionelle Brauerei-Layout steht auf dem Prufstand
Quelle: drinktec

Gleichermaßen auf dem Prüfstand steht das traditionelle Brauerei-Layout, wie Olaf Müller, Vizepräsident Pentair Food & Beverage, herausstellt: „Mittlerweile gibt es neue Konzepte wie das jüngst im äthiopischen Debre Birhan umgesetzte, die hinsichtlich ihres Automatisierungsgrades und ihres innovativen Ventilkonzepts wegweisend sind.“ Stichworte in diesem Zusammenhang sind ein vollautomatischer Betrieb, ein dezentrales, kosteneffizientes Utility-Konzept, bei dem alle Utilities dort angeordnet sind, wo sie maβgeblich benötigt werden, sowie modernste und aufeinander abgestimmte Technologien entlang des gesamten Produktstroms. Und einen weiteren generellen Trend sieht Müller: „Der Markt geht weg von einzelnen Produkten und Services und sucht intelligente Gesamtlösungen aus einer 3 Hand. Reine Investitionskostenbetrachtungen werden immer mehr verdrängt zugunsten einer smarten TCO-Optimierung.“

Der Bier-Connaisseur darf gespannt sein


Und was wird die drinktec 2017 in Halle B1 dem Brautechnologen rohstoffseitig zeigen? Sicherlich vielfältige Aroma- und Bitterhopfen, Standard- und Spezialmalze sowie Malzextrakte. Hier folgen die Anbieter immer häufiger dem Craft-Trend und bieten ihre Produkte speziell für dieses Segment in kleineren Chargen an. Aber nicht nur Hopfen und Malz sind für den Biergeschmack wichtig. Etwa 80 Prozent der Aromen steuert eine Größe bei, die beim ursprünglichen Reinheitsgebot noch gar nicht als Mikroorganismus bekannt war - die Hefe. Ein Instrument, das aktuell erst in Ansätzen gespielt wird, was Dr.-Ing. Mathias Hutzler, Leiter des Hefezentrums am Forschungszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM), bedauert: „Die Biere schmeckten früher, aufgrund der ganz unterschiedlichen Aromaspektren der vielen eingesetzten Hefestämme und Hefestammmischungen, deutlich facettenreicher.“ Diese Vielfalt ging über die Jahre verloren, weil sich die Hefen durchsetzten, die in der Produktion gute Bierqualität lieferten und gleichzeitig am schnellsten und am effektivsten arbeiteten. Auf diesem Wege näherten sich die Biere aber sensorisch immer mehr an. Die Geschmacksvielfalt von früher wiederzubeleben, hat sich Hutzler zum Ziel gesetzt. Er und seine Kollegen an der TUM machen dazu in verlassenen Brauereien Jagd auf längst verschollene Hefestämme. „Wir versuchen alte Hefestämme aus verlassenen Bierkellern wieder zu aktivieren“, sagt der Wissenschaftler Hutzler, „und diese der kreativen Bierherstellung zugänglich zu machen.“ Der Bier-Connaisseur darf gespannt sein.

Alternative Extraktquellen gewinnen an Bedeutung

Ein zweites Rohstoffthema werden gegebenenfalls alternative Extraktquellen sein, weil diese im internationalen Markt an Bedeutung gewinnen. Prof. Martin Krottenthaler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf nennt den Grund: „Eine Brauerei muss ja nicht die klassischen Rohstoffe um die Erde transportieren lassen, um Stärke in Alkohol umzuwandeln. Die Grundlage liefern genauso Mais- oder Zuckersirupe und künftig sogar ganz neue Pflanzen wie Cassava.“ Und das in relevanten Mengen: Im Jahr 2013 wurden weltweit auf 20,4 Mio. Hektar rund 277 Mio. t Cassava (Maniok) geerntet. Größte Produzenten sind neben Brasilien viele afrikanische und asiatische Länder sowie Indien. Kurz: Interessante Märkte. Allerdings mit einer Einschränkung. Prof. Krottenthaler: „Die große Herausforderung bei diesen neuen Stärkepflanzen ist aktuell die Versorgung, denn eine klare weltweite Vernetzung zwischen Anbau, Handel und Abnehmer ist im Gegensatz zu Malz oder Hopfen noch nicht geknüpft. Da wird sicher in den kommenden Jahren etwas geschehen.“

drinktec 2017: the „place to be“ für Craft- und Globalbrauer

Sowohl für den Craft- als auch den Globalbrauer gibt es in 2017 also nur einen place to be: die drinktec in München. Einen Fakt, den Anja Oltmanns, Marketing Manager von GEA, bereits nach der letzten Messe wie folgt hervorhob: „Die drinktec ist ein Schmelztiegel der Industrie. Vom Craft Brewer bis zum Großkonzern sind alle da, auch alle Kontinente sind vertreten. Es gibt nichts Vergleichbares in irgendeinem anderen Land.“
Die Bier-Highlights auf der drinktec 2017:

place2beer: In der Halle B1 ist der neue „place2beer“ - Nachfolger des Brauer-Treffpunkt - die Anlaufstelle schlechthin für Brauer, fachkundige Bierliebhaber und alle, die mit Bier zu tun haben. Neben Austausch und geselligen Beisammensein gibt es hier auch viel fachlichen Input: Erfolgreiche Brauer aus aller Welt erzählen ihre Erfolgsgeschichten und präsentieren ihre Biere. Start-Ups, darunter junge Craftbrewer mit innovativen Ideen, präsentieren sich erstmals 5 einem internationalen Publikum. Darüber hinaus greifen Vorträge und Diskussionsrunden spannende Themen auf, u.a. Food und Bier, Frauen und Bier und vieles mehr.
Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier: Am Tag vor dem offiziellen Start der drinktec findet erneut die Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier statt, veranstaltet von Doemens. „Die über tausend von uns ausgebildeten Biersommeliers und die Internationalisierung der Biersommelier-Ausbildung sind ganz entscheidende Multiplikatoren der Craft-Bier-Bewegung“, sagt Dr. Wolfgang Stempfl, der Geschäftsführer der Doemens Akademie. Und: „Die Qualität der Ausbildung eines Braumeisters und Brautechnologen spiegelt sich direkt im Know-how des Brauens sowie in der Kreativität der Craft-Produkte wider.“
European Beer Star: Der European Beer Star, veranstaltet von „Private Brauereien Bayern e.V.“, kürt die besten Biere der Welt – mit Ursprung in Europa.

Im drinktec Forum wird einmal mehr die Zukunft gestaltet: hier gibt es Antworten auf die Technik-Themen, die die Branche aktuell bewegen.

 
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