Aktuelles aus der Welt des Bieres und der Biersekte

Zahl deutscher Brauereien wächst weiter - 82 neue Betriebe in 2017
Montag, 2. April 2018
Quelle: Deutscher Brauer-Bund e.V.
 
Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist auch 2017 weiter angestiegen. Aktuell werden bundesweit 1.492 Braustätten betrieben. Das sind 82 Betriebe mehr als im vergangenen Jahr und über 150 als noch vor fünf Jahren. Dies berichtet der Deutsche Brauer-Bund, der Dachverband der Brauwirtschaft, unter Berufung auf neue Daten des Statistischen Bundesamtes.

Aufgrund der positiven Entwicklung der letzten Jahre rechnet der Branchenverband damit, dass die Zahl der Bier brauenden Betriebe in Deutschland die Marke von 1.500 noch im ersten Quartal 2018 überschreiten wird.

Den stärksten Zuwachs im vergangenen Jahr verzeichnete Bayern mit 18 neuen Brauereien, gefolgt von Hessen und der Region Niedersachsen und Bremen mit jeweils zehn zusätzlichen Betrieben. Im Fünf-Jahres-Trend liegt Berlin weiterhin an der Spitze: In der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg entstanden seit 2012 laut Statistik 26 neue Brauereien. Gerade dort wächst die Craftbier-Szene seit Jahren deutlich. Aus Sicht des Spitzenverbandes der deutschen Brauwirtschaft dürfte der Brauerei-Boom gerade in den deutschen Ballungszentren weiter anhalten.

Craftbiere sind zumeist sehr aromaintensive Biere, bei denen größere Hopfenmengen sowie immer öfter auch neue Aromahopfen-Sorten zum Einsatz kommen. Diese gerade von Regionalität und Experimentierfreude geprägten Biere werden meist nur in kleineren Mengen hergestellt und direkt vor Ort in Braugaststätten und Bars ausgeschenkt. Bei deutlich mehr als der Hälfte der deutschen Brauereien handelt es sich heute um traditionelle Braugasthäuser und sogenannte Mikrobrauereien mit einer Jahresproduktion von bis zu 1.000 Hektoliter, umgerechnet 100.000 Liter. Gerade die auf den Ausschank von Craftbieren und anderen Spezialitäten ausgerichteten Gastronomiebetriebe widersetzen sich erfolgreich den deutschlandweiten Trends des Gaststättensterbens und der Schließung von Handwerksbetrieben, wie es etwa im Bereich der Bäckereien und Metzgereien zu beobachten ist.

„Der Biermarkt in Deutschland wird trotz einer fortschreitenden Konsolidierung immer vielfältiger. Neu gegründete wie traditionelle Brauereien bringen immer neue, interessante Biere auf den Markt. Die Verbraucher können sich über eine stetig wachsende Biervielfalt freuen, die weltweit Ihresgleichen sucht“, so Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes in Berlin. Bei den Biersorten verzeichnen weiterhin die regionalen wie traditionellen Bierspezialitäten wie Keller-, Land und Zwickelbiere und das Helle die größten Zuwächse. Daneben steigt der Anteil alkoholfreier Biere und alkoholfreier Biermischgetränke stetig. Die beliebteste Biersorte der Deutschen bleibt aber mit einem Marktanteil von weithin über 50 Prozent das Pils. Dahinter folgen die Sorten Weizen und Export mit jeweils rund acht Prozent.

Im Bundesländervergleich baut Bayern mit 642 betriebenen Brauereien seinen deutlichen Spitzenplatz weiter aus. Mit großem Abstand folgen die Bundesländer Baden-Württemberg mit nunmehr 204 Braustätten (2016: 195) auf Platz 2 und Nordrhein-Westfalen mit 140 Betrieben (2016: 132) auf Platz 3. Insgesamt wurden in Deutschland 2017 rund 94 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Zählt man die Produktion alkoholfreier Biere hinzu, ergibt sich ein Gesamtabsatz von 101 Millionen Hektoliter. Damit hält Deutschland nach wie vor die Spitzenstellung als größte europäische Braunation und liegt weiterhin mit großem Abstand vor Russland, Großbritannien, Polen und Spanien. Weltweit bleibt China vor den USA und Brasilien der größte Bierproduzent. Deutschland steht auf Platz 5 der weltgrößten Braunationen.
 
Schwedischer Stardesigner schafft neue Labels für St. ERHARD
Freitag, 30. März 2018
Quelle: St. ERHARD® GmbH
 
Die fränkische Craftbier-Marke St. ERHARD®, die der Biersommelier und Jungunternehmer Christian Klemenz im Jahr 2011 erfolgreich auf den Markt gebracht hatte, zeichnet sich seit jeher durch ihren mutigen und individualistischen Designansatz aus. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass die transparent-schlichte Klarglasflasche des St. ERHARD® Original im Jahr 2014 mit dem “German Design Award” ausgezeichnet wurde. Inzwischen besteht die St. ERHARD®-Familie aus insgesamt vier Spezialbieren: Neben dem „Klassiker“, dem bernsteinfarbenen Kellerbier St. ERHARD® Original, komplettieren das St. ERHARD® Saison, ein rostbraunes Farmhouse Ale mit 30 IBU, das St. ERHARD® Farmer, eine Crossover-Komposition aus einem Farmhouse Ale und einem IPA mit tropischen Fruchtnoten und einem komplexen Malzkörper, sowie als neueste Kreation das India Pale Ale St. ERHARD® Mayflower das Sortiment.
 
Jetzt folgte der nächste Schritt in der Designentwicklung, um dem Markenauftritt von St. ERHARD® eine neue und wiederum wegweisende Optik zu verleihen. Die Ansprüche an das Design-Update waren hoch: Ziel war es, das minimalistische Konzept der Klarglasflasche in ein klassisches Papieretikett zu übertragen und der Marke ein einheitliches Äußeres zu verleihen. Das Design des St. ERHARD® Original bleibt allerdings unberührt, da es sich bereits zur Stilikone entwickelt hat. Entworfen wurden die brandneuen Labels vom preisgekrönten schwedischen Designer Perniclas Bedow. „Perniclas habe ich kennengelernt, als er auf einem Getränkekongress in Düsseldorf das Flaschendesign für die dänische Brauerei Mikkeller vorstellte. Da entstand die erste Idee einer Zusammenarbeit“, erzählt Christian Klemenz. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir Perniclas mit ins Boot holen konnten, um gemeinsam etwas ganz Neues für die St. ERHARD®-Marke zu schaffen.“

Die Leitlinien für das Design der neuen St. ERHARD®-Labels sind lt. Bedow Simplizität, Reduktion und Präzision. Dies spiegelt sich in der schlichten, klaren Form der Etiketten wider. Natürlich-weißes Papier, der Name des Bieres, die Buchstaben reduziert auf die pure Essenz ihrer Form. Dazu Perniclas Bedow: „Die meisten deutschen Brauereien kommunizieren mit ihrem Design ihre langjährige Tradition – wir wollten den gegenteiligen Weg einschlagen und zeigen, dass St. ERHARD® eine moderne Brauerei mit traditionellen Wurzeln ist. Der neue Markenauftritt ist an die Bauhaus-Ära angelehnt, besitzt aber gleichzeitig zeitgenössische Elemente und eine verspieltere Typographie. Das visuelle System des Designs besteht aus ausdrucksstarken Wortmarken, die von farbigen, geometrischen Formen begleitet werden.“ Die St. ERHARD®-Biere im neuen Design sind ab sofort in den Filialen der Bierothek® und im Onlineshop unter www.bierothek.de erhältlich.
 
ERDINGER Pikantus regt die Geschmackssinne an
Mittwoch, 28. März 2018
Quelle:ERDINGER Weißbräu
 
Vielschichtig und kraftvoll – der ERDINGER Pikantus ist ein starkes Stück bayerischer Braukunst. Mit seiner komplexen Aromenfülle regt der dunkle Weizenbock die Geschmackssinne wunderbar an. Malzig-rund entfaltet sich der Körper mit Noten von roten Früchten sowie dunkler Schokolade und Süßholz. Dazu setzt die prickelnde Kohlensäure einen frischen Kontrapunkt. Besonderen Wert legt die Privatbrauerei ERDINGER Weißbräu auf die tradi-tionelle Flaschengärung. So können sich in aller Ruhe feinste Geschmacksnuancen und die angenehme Frische entwickeln. Für die Stark-bierzeit ist der Pikantus ein genussvolles Schmankerl, dessen samtiger Charakter lange am Gaumen bleibt.
 
Tipp: In ein Genießerglas eingeschenkt, können sich alle Aromen intensiv entfalten. Woher der Pikantus seinen Namen hat Bei ERDINGER Weißbräu wurde seit 1960 ein heller Weizenbock gebraut. Als 1969 ein Sud dunkler geriet, gaben ihm die Braumeister eine Chance und wurden belohnt: Er reifte zu einer wahren Delikatesse mit aromatisch-pikantem Geschmack. Am Rezept wurde noch ein wenig gefeilt und ein pas-sender Name war auch gleich gefunden. Seither wird der Weizenbock dunkel eingebraut.
 
Veltins Jahresausstoß 2017 steigt auf 2,87 Mio. hl
Mittwoch, 21. März 2018
Quelle: Brauerei C.& A. Veltins GmbH & Co. KG

Die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, hält Kurs auf Wachstum und konnte sich im Geschäftsjahr 2017 erneut vom strukturbedingt rückläufigen Biermarkt absetzen. Trotz gewachsener Wettbewerbsintensität auch durch Überkapazitäten in der Brauindustrie hat sich das Markenportfolio deutlich über Marktniveau behauptet. So wurde die Wettbewerbsposition als drittstärkste Premium-Marke mit einem Ausstoß von 2,87 Mio. hl (+0,8 %) erneut zementiert und sogar ausgebaut. Der Gesamtumsatz der Brauerei C. & A. Veltins betrug 323 Mio. Euro (+2,5%).

Die starke Absatzkraft der traditionsreich verankerten Stamm-Marke spiegelte sich vor allem innerhalb einer unverändert stabilen Distribution wider, so dass die Marke Veltins innerhalb des Premium-Segments erneut ausscheren und im schrumpfenden Sortensegment stabile Marktanteile gewinnen konnte. „Unser marktgegechtes Sortiment und der bedarfsgerechte Gebindemix schaffen eine grundsolide Plattform, um in allen Vertriebskanälen die Erhältlichkeit ausbauen zu können“, so Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2017. „Unsere Vertriebs- und Markenkraft schafft Wachstum!“

Dominanter Mehrweganteil liegt weiterhin bei 94%

Die Marke Veltins bestätigte in der Gesamtbilanz 2017 ihre stabile Sortimentsperformance und erreichte einen Ausstoß von 2,34 Mio. hl. Während die Sorte Pils stabil blieb, konnte der Biermix Radler vor allem aufgrund der Nachfrage beim alkoholfreien Produkt abermals um +2,7 % zulegen. Wichtigster Grund für die seit Jahren stabile Nachfrage nach Veltins Pilsener bleibt die Kontinuität im Produktauftritt, der seit der Jahrtausendwende mit evolutionären Schritten dem sich verändernden Zeitgeist angepasst wurde. Erfolgsrezept ist die eindeutige Profilierung der Mehrweggebinde, die sich dank des Relief-Schriftzugs premiumgerecht vom Gebindeallerlei des deutschen Biermarktes abkoppelte. Zahlreiche Brauereien folgten dieser Entwicklung, um dem Anspruch des Verbrauchers nach makellosen Mehrweggebinden gerecht zu werden. „Der markenindividuelle Mehrwegpool bleibt auf Dauer der einzige Garant, um dem Premium-Auftritt in der Wahrnehmung des Verbrauchers gerecht zu werden“, ist sich Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins, sicher.

Innerhalb des Gebindemix machte der Fassbieranteil 17,4 % aus, die Mehrwegflasche lag bei 76,8 % und der Dosenanteil wuchs leicht auf 5,8 %. Das Segment der Fassbrausen büßte an Marktattraktivität ein, so dass das dort platzierte Veltins-Sortenportfolio um -14,3 % nachgab. Mit der Einführung von V+Grapefruit konnte die innovative Biermix-Range 2017 impulsstark aufgewertet werden und erfuhr dank der Trendfrucht rasche Verbraucherakzeptanz. Die hohe saisonale Mengenabhängigkeit dieses Sortensegments änderte nichts an einer stabilen Marktperformance, so dass die Marke V+ 326.400 hl (-0,2%) zum Gesamtausstoß beitrug. Dass die Marke Grevensteiner 2017 mit einem Ausstoß von 168.500 hl die Erwartungen vollends erfüllte und mit einem Zuwachs von 18,2% erneut zum Taktgeber der Bierspezialitäten wurde, unterstreicht die starke Kraft dieses Impulssegments, dem die Traditionsbrauer weiterhin Wachstumspotenzial einräumen.

Gastronomisches Engagement unverändert ambitioniert

Mit unverändertem Engagement profilierte sich die Brauerei C. & A. Veltins mit ihrem gesamten Produktportfolio in der nationalen Gastronomie. Gerade die verlässliche Beratungskompetenz des vertrieblichen Außendienstes fand erneut die Wertschätzung bei den Kunden, um die Objekte unterschiedlicher Betriebsgrößen auf ihrem kontinuierlichen Weg beim Erhalt von Wettbewerbsvorteilen zu begleiten. Zwar haben die strukturellen Veränderungen in der Gastronomie ihre Spuren hinterlassen, doch die Brauerei C. & A. Veltins gehört mit ihrem traditionsreichen Fassbiergeschäft weiterhin zu den großen Investoren bei gastronomischen Neugründungen und in der Fortschreibung von Bestandsobjekten. Der Fassbierausstoß der Privatbrauerei lag 2017 bei 500.250 hl. Dank des breiten Produktportfolios mit alkoholfreien Ergänzungen und den weiteren Marken Grevensteiner und V+ entsprechen die Produkte den Erwartungen der Gastronomie, zumal die Stamm-Marke traditionell einen guten Ruf genießt, der anders als im Wettbewerb nicht durch mediale Inflationierung gelitten hat. Inzwischen verlassen sich 14.500 Partner auf die Gastronomiekompetenz von frischem Veltins. Größtes Objekt bleibt für weitere zehn Jahre die Veltins-Arena, nachdem 2017 der Vertrag über die Namensrechte mit dem FC Schalke aus Anlass des 20-jährigen Sponsorings verlängert wurde.

Der Weg in die Exportmärkte sichert Ausstoß von 202.000 hl

Auf dem Weg zu nationaler Handelsrelevanz über alle Vertriebsschienen hinweg war Grevensteiner in 17.200 Outlets präsent, 35.000 Geschäfte führten die Marken Veltins und V+. Die einst gleichförmige Phalanx von Premium-Marken ist nach Einschätzung der sauerländischen Traditionsbrauer längst auseinandergebrochen. „Es gibt wenige erfolgreiche Marken, denen man guten Gewissens auch noch in Zukunft Wachstum zutrauen kann, und es gibt eben jene Marken, die den Zenit ihres Lebenszyklus schon sichtbar überschritten haben“, sieht Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb, in absehbarer Zeit Abschmelzungen bei der Anzahl der Premium-Anbieter unausweichlich kommen. Die Exportchancen hingegen gestalteten sich erfreulich. Genau 25 Jahre ist es her, dass die Brauerei C. & A. Veltins den Weg außerhalb der nationalen Grenzen antrat. Weil deutsches Bier weltweit eine hohe Reputation besitzt, hat die Brauerei C. & A. Veltins von Beginn an auf den Weg der kleinen, nachhaltigen Schritte gesetzt. Nach dem Auftakt 1992 sind aus den ersten 1.500 hl dann im vergangenen Geschäftsjahr 202.000 hl geworden, die in den Fokusmärkten Spanien, Italien, Niederlande, Großbritannien und USA abgesetzt werden.

Investitionen am Stammsitz bis 2024 vorantreiben

Auch in Zukunft soll die Wertekultur des Grevensteiner Familienunternehmens mit einer offenen Kommunikation und einer erlebbar flachen Hierarchie weitergetragen werden. Gerade Kontinuität in allen Geschäftsbereichen gilt als wesentliches Charaktermerkmal für persönliches Engagement und Branchenerfolg. Insgesamt beschäftigte das Traditionsunternehmen 2017 immerhin 646 Mitarbeiter (+3%), davon 34 Auszubildende. „Unser Prinzip, dass Technik, Marketing und Vertrieb Hand in Hand arbeiten, zahlt sich aus. Hinzu kommt eine gelebte Management-Kontinuität, die in der Brauindustrie heute eher selten zu finden ist“, so Michael Huber. Die Brauerei C. & A. Veltins vertraut weiterhin auf die Belegschaft und den nationalen Biermarkt. Mehr als 400 Millionen Euro werden dafür bis 2024 investiert – davon 2017 allein 33 Millionen Euro.

Die Investitionen sind einerseits eine strategische Entscheidung zum technologischen Höchststandard und andererseits ein klares Bekenntnis zum Traditionsstandort Grevenstein. Dafür nimmt die Privatbrauerei auch besondere topografische Herausforderungen an, denn die Braustätte war bereits in den 1980er-Jahren in den Bergfels hineingewachsen. So wurden inzwischen Vorbereitungen für notwendige Felssicherungs- und Abtragarbeiten geschaffen, um erneut im Felsmassiv Unternehmensfläche zu gewinnen. Erste räumliche Neustrukturierungen sowie unvermeidbare Abrissarbeiten haben bereits 2017 stattgefunden, so dass Raum für die anstehenden baulichen Investitionen geschaffen wurde. Ein neues Tankfeld zur Restrukturierung der Brautechnik befindet sich im Bau. „Das Thema Industrie 4.0 gehört schon heute zum Pflichtenheft bei der Beschaffung hochkomplexer Anlagen und wird nach Abschluss der Investitionsmaßnahmen in allen Teilen der Brauerei präsent sein. All das lässt die Fäden unternehmerischer Gestaltungsoptionen nur dann sinnvoll verknüpfen, wenn der Verbraucher in seinem veränderten Konsumverhalten stets Dreh- und Angelpunkt allen Tuns ist“, resümiert Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. Im Sinne der wachsenden Marktnachfrage nach alkoholfreien Produkten kam eine neue Entalkoholisierungsanlage zur Herstellung von 0,0 Vol. %-Produkten zur Fertigstellung.

Beteiligungen decken Wertschöpfungskette ab

Neben der Brauerei C. & A. Veltins hat sich die Veltins Beteiligungen GmbH & Co. KG als Partner für alle Belange entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Getränkebranche positioniert. Die drei Geschäftsfelder Gastronomieservice, Getränkefachhandel und Spedition/Logistik bündeln ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. Mit einem 2017 erwirtschafteten Gesamtumsatz von 481 Mio. Euro (2016: 502 Mio. Euro) knüpfte der Getränkespezialist an die positive Entwicklung der letzten Jahre an. 1.781 Mitarbeiter (2016: 1.674 Mitarbeiter) waren innerhalb der Beteiligungen in den Bereichen Logistik, Gastronomieservice, Getränkefachgroßhandel und Einzelhandel beschäftigt.
 
Neu entwickelte Biermarke Pitters sucht Brauerei
Montag, 19. März 2018
Quelle: Beecken’s Agentur für Unternehmens-Kommunikation GmbH

Hoher Wettbewerbsdruck, sinkender Absatz und Folgen des demographischen Wandels – die Herausforderungen für die Brauwirtschaft werden nicht weniger. So ist der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland seit dem Jahr 2000 um rund 20 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig zeigt sich der demographische Wandel in nur wenigen Branchen so stark wie im Biermarkt: 1994 gehörten 27 Prozent der Käufer der Altersgruppe „bis 34 Jahre“ an – 2014 waren es nur noch zwölf Prozent (Quelle GfK). Hier setzt Pitters an, eine beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum eingetragene Marke von Beecken’s Agentur aus Düsseldorf. Agenturchef Ulf Beecken sucht jetzt den Brauereipartner, mit dem er Pitters final entwickeln und auf den Markt bringen will.

„Die Positionierung der gängigen Biermarken folgt meist einem von drei Mustern“, sagt Beecken. „Sie werben mit Brauerstolz, einem Lebensgefühl aus Konsumentensicht oder einem schrägen Auftritt.“ Aber: Zum Lebensstil der jungen Zielgruppe, der sogenannten Millennials, passen diese Biere nur bedingt. Das biete Raum für eine neupositionierte Marke: „Naheliegend, aber noch unverbraucht, und vor allem attraktiv für die heute 20- bis 35-Jährigen.“

Denn: Millennials haben Untersuchungen zufolge das Bedürfnis nach Marken, die Geschichten erzählen. Zugleich wollen sie Orientierung und sind keine Schnäppchenjäger. Laut einem Bericht des „Business Insider“ (7/2017) könnte es für „die großen Flaggschiffe“ ein guter Lösungsweg sein, „eine neue Biersorte mit einem neuen Namen, einer guten Story und einem eigenen Design herauszubringen“.

Die Pitters-Story: „Besser geht’s nicht“

Namenspatron der neuen Marke ist Pitter, ein (fiktiver) Köbes mit Herz und Seele. Pitter hat viele Jahre rund um den Globus seine Leidenschaft gelebt und kehrt jetzt in seine Heimat zurück. Mit im Gepäck: seine eigene Rezeptur, das Ergebnis seiner lebenslangen Erfahrung. Pitters – das leckerste Bier der Welt. Meint zumindest Pitter.

„Einen Köbes oder Kellner gibt es als Markenbotschafter noch nicht“, sagt Ulf Beecken. „Dabei ist er das traditionelle Bindeglied zwischen Brau-Know-how und Biergenuss – die Schnittstelle, an der das Ergebnis der Braukunst auf diejenigen trifft, für die es gemacht ist. Und das mit einer guten Portion Humor.“ So stehen im Zentrum der Kommunikation auch die „Lebensweisheiten“ des Köbes: vielfach abgewandelte Zitate, aber auch launige Kommentare. Über 100 davon hat die Agentur schon im Fundus. „Perspektivisch wollen wir Pitter zum Konfuzius des Bieres machen“, schmunzelt Beecken.

Aktuell ist in den für soziale Medien, Bierdeckel und Postkarten entwickelten Motiven ein illustrierter Pitter zu sehen. „Der gefällt uns auch sehr gut, muss in der Marktversion aber nicht zwangsweise genauso aussehen“, sagt Beecken. Das soll mit dem Partner aus der Branche final entwickelt werden. „In jedem Fall ist Pitter aber ein Typ mit klarer Kante und hoher Wiedererkennung.“ Das gelte auch für das Produkt selbst. In welche konkrete Geschmacksrichtung Pitters gehen soll, will Beecken noch nicht verraten, sondern mit interessierten Brauereipartnern erörtern.

„Pitters hat das Potenzial für eine starke regionale Marke – und viel mehr“, zeigt sich der Agenturchef überzeugt. „Der Köbes ist weit über die Grenzen des Rheinlands bekannt, deutsches Bier genießt weltweit höchste Anerkennung und der Name ,Pitters‘ ist international eingängig und sympathisch.“
 
Bitburger Braugruppe im Jahr 2017 mit stabilem Umsatz
Freitag, 16. März 2018
Quelle: BITBURGER BRAUGRUPPE GmbH

In einem insgesamt turbulenten Jahr für die Branche hat sich die Bitburger Braugruppe zufriedenstellend entwickelt: Der Gesamtumsatz der Braugruppe blieb stabil mit 786,6 Mio. Euro (2016: 786,0 Mio. Euro) – trotz eines branchenkonformen Absatzrückgangs auf 6,8 Mio. hl (2016: 7,0 Mio. hl). Erfreulich entwickelten sich die Erlöse bei den Fokus-Marken Bitburger Premium Pils und König Pilsener, deutliche Zuwächse und Marktanteilsgewinne erzielten dabei die alkoholfreien Produkte (inkl. Biermischgetränke) der Gruppe.

Als größte Fassbiermarke bleibt Bitburger in der Gastronomie die Nummer eins, und auch König Pilsener nimmt in der für die Braugruppe so wichtigen Gastronomie wieder deutlich an Fahrt auf. Nicht zuletzt setzte die in Kooperation mit dem Benediktiner-Kloster Ettal in Lich und Ettal gebraute Weissbiermarke Benediktiner im ersten Jahr ihrer nationalen Präsenz im Handel ihre Erfolgsgeschichte fort.

Fokus-Marken nehmen Fahrt auf

Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, ist mit der Bilanz für 2017 insgesamt zufrieden: „Es war für die gesamte Branche ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Umso wichtiger ist es für uns, dass unsere Fokus-Marken sich gut behauptet haben und unsere Erlöse trotz des erwarteten leichten Absatzrückgangs gestiegen sind.“

Auch 2018 ist für den Gruppen-Chef die Marschrichtung klar: „Wir setzen mit unseren Marken weiter auf Wertwachstum“, betont Dahm. Ein positives Signal sei hierbei der leicht gestiegene Marktanteil von Bitburger Premium Pils – bei einer insgesamt gesunkenen Promotionrate. Denn grundsätzlich gelte: Eventuelle Mengenrückgänge, beispielsweise bedingt durch weniger Preis-Aktionen im Handel, nehme man für diese Werte-Strategie bewusst in Kauf. „Die Kategorie Bier braucht mehr Respekt und Anerkennung für ihre vielen großartigen Produkte mit einer tollen Historie und noch mehr Potenzial für die Zukunft“, ist Dahm überzeugt.

Weitere Impulse für den Biermarkt will die Gruppe in diesem Jahr mit einer für Frühjahr angekündigten Erweiterung des Produktangebots der Marke Bitburger setzen. „Dieser Neuzugang unterstreicht unsere klare Qualitäts-Strategie und wird die Marke Bitburger als Absender unverwechselbaren Bier-Genusses weiter stärken“, ist sich Axel Dahm sicher. Über dieses neue Angebot, das gezielt Liebhaber eines anderen Bierstils ansprechen soll, wird das Unternehmen in einer eigenen Pressemitteilung Anfang März informieren. Auch die Marken Licher und Wernesgrüner haben sich trotz einer notwendigen Preiserhöhung im letzten Jahr gut behauptet.

Alkoholfreie Produkte weiter auf Erfolgskurs

Noch viel Potenzial erwartet die Braugruppe für ihre alkoholfreien Produkte: So hat Bitburger Pils 0,0 seinen Marktanteil innerhalb von sechs Jahren verdoppeln können und auch die anderen Bitburger 0,0-Produkte bauten ihre Umsatz- und Marktanteile weiter deutlich aus.

Handlungsbedarf sieht der Brauerei-Chef für den Schwarzbier-Markt, der sich branchenweit im letzten Jahr erneut rückläufig entwickelt hat. Auch der Schwarzbier-Marktführer Köstritzer musste hier Rückgänge hinnehmen, dennoch ist die Bitburger Braugruppe vom nach wie vor großen Potenzial der Marke und des Marktes überzeugt: „Wir müssen und werden in diesem Segment wieder stärkere Impulse setzen und für Belebung sorgen“, verspricht Dahm.

Export über Erwartungen

Die Erwartungen übertroffen hat 2017 das Exportgeschäft der Braugruppe, das trotz wesentlicher Sortimentsanpassungen seinen Umsatz weiter steigern konnte. „Die Strategie- und Strukturveränderung hat funktioniert“, zeigt sich Axel Dahm mit Blick auf die Neuausrichtung des Exportbereichs zufrieden. Seit Mitte Januar verantwortet Exportchef Till Hedrich zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben auch den nationalen Vertrieb Handel.

Bei allen Aktivitäten und auch Produkt-Neuheiten steht nicht der schnelle Erfolg, sondern eine nachhaltige Markenarbeit im Vordergrund: „Wir wollen mit unseren Marken wachsen und unsere Marktanteile weiter ausbauen, aber im Fokus bleibt dabei stets das auch für unsere Handelspartner so wichtige Wertwachstum“, betont Dahm.
 
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