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Rückblick auf das 44. Lahnsteiner Bierseminar
Sonntag, 15. November 2015
Quelle: Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG

Feuer und Eis sind Elemente, die den Mensch schon immer in ihren Bann gezogen haben. Feuer und Eis sind auch Elemente, die die Magie des Bieres mit begründet haben. Die ersten Brauhäuser wurden direkt mit Feuer beheizt. In den ersten Lagerkellern lagerte im Sommer Eis um die Biere kalt zu halten. Und auch heute noch entsteht kein Bier ohne die Hitze in den Brauhäusern und die Kälte in den Lagerkellern.

Nach solch klassischen Verfahren braut auch die neue Craftbierbrauerei BrewAge aus Wien ihren Hopfenauflauf als österreichische Interpretation eines American Pale Ales. Pale Ale ist ein obergäriger Biertyp, der sich durch die Verwendung einer speziellen Alehefe und den Einsatz von aromatischen Hopfensorten auszeichnet.

Eine weitere Besonderheit dieses Bieres ist die Anwendung des sogenannten „Hopfen-stopfens“. Hierbei wird das fertig vergorene Bier mit Aromahopfen versetzt. Daraus resul-tiert ein fruchtiges Bukett, das an exotische Früchte und Citrusfrüchte erinnert. Der Hopfenauflauf passt zu würzig-leichten Fischgerichten, Meeresfrüchten, Pizza, asiatischen und mexikanischen Gerichten, Burgern sowie zu Cheddar oder Parmesankäse.

Seine 5,4 % vol. entstehen aus Pilsener- und Karamellmalz. Letzteres sorgt für eine Kup-fer-Bernsteinfarbe bei 25 Farbeinheiten. An Hopfensorten kommen Chinook, Citra und Centennial zum Einsatz und erzeugen 35 Bittereinheiten.

Das Thema Feuer und Eis lebte an diesem Abend zugleich im Lahnsteiner Schnee Bock. Dieser trägt den Schnee und damit auch das Eis im Namen, entstand aus der Tradition bayrischer Eisböcke und konnte auch gestachelt werden. Bei dieser Tradition aus der Zeit der mittelalterlichen Schmiede taucht man ein glühendes Eisen ins Bier. Dieses wärmt sich ein wenig auf, vor allem aber karamellisieren durch die Hitze die im Bier enthaltenen Zucker und verleihen ihm ein mildes, etwas süßes karamelliges Aroma, das gestachelte Biere vor allem bei den Damen sehr beliebt macht.

Und natürlich durfte auch ein echter Eisbock nicht fehlen, erfroren aus dem Camba Amber Ale, schon in seiner Normalform ein Starkbier mit 7,2 Vol.-% Alk.

Drei Liter Amber Ale froren für drei Tage bei -14°C in der Tiefgefrierkammer, bevor sie da-raus befreit und vor die Augen der Bierseminaristen auf die Theke gestellt wurden. Diese Augen wurden mit jedem Tropfen Eisbock, der sich aus dem Eis löste, in vorfreudiger Weise größer, bis nach etwa einer Stunde genügend Eisbock zur Verkostung vorhanden war.Ein starkes Vergnügen, bei dem sich alle im Bier vorhandenen Aromen durch den Prozess des Ausfrierens intensivieren.

Nach so süßen Aromen wie dem Schnee Bock natur und gestachelt sowie dem ausgefrorenen Amber Ale bedurfte es zur Abrundung des Abends eines genauso bitteren wie starken Bieres. Vom Bierstil her führte damit nichts mehr an einem IPA vorbei. Diese Aufgabe erledigte das „Blast Imperial IPA“ aus der Brooklyn Brewery mit der gebührenden Würde seiner 8,4 Vol.-%. Neben vielen anderen Bedeutungen kann „blast“ als „Wahnsinnsspaß“ übersetzt werden, den haben definitiv die Fans bitterer und hopfenaromatischer Biere. Zutaten sind Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale Malz, Pilsener Malz) und Hopfen (Willamette, Magnum, Cascade, Fuggle, Aurora, Zythos, Bravo, Simcoe, Sorachi Ace, Amarillo, Experiment 6300).

Blast wird ziemlich genau in der Mitte der beiden Hopfenanbaugebiete Kent (England) und der Nordwestküste (USA), in New York gebraut und ist mit elf unterschiedlichen Hopfen eine wahre Hommage an die Hopfensorten dieser Anbaugebiete. Dabei bilden die erdigen englischen Hopfensorten die Grundlage während die fruchtigen ame-rikanischen Sorten eine wahre Explosion an Aromen verursachen. Man weiß nie, welche einen trifft.

Das Bier glänzt in orangegoldener Farbe mit mittlerer Schaumbildung. Der Schaum ist feinporig. Anfangs strömen Aromen von Pinie, Grapefruit und einem Hauch von Zitrus in die Nase. Karamell und Honignoten sind dezent und angenehm im Hintergrund. Ein sehr vollmundiges Bier mit einem leichten moussierenden Gefühl. Hopfennoten von frischem Gras und einem tropischen Fruchtcocktail reichen sich die Hand und geben ein perfektes Zusammenspiel. Die Bittere ist präsent, kommt aber nur moderat zur Geltung. Der lange Abgang ist wunderbar trocken mit prägnanten Hopfennoten.

Blast paart sich am liebsten mit sehr scharfen indischen, asiatischen oder mexikanischen Gerichten, kräftig gewürztem über Holzfeuer gegrilltem Hähnchen und Blau-schimmelkäse.

Die nächsten Bierseminare finden 2015 statt: 10. Dezember 2015. Im Jahr 2016 geht es weiter am: 14. Januar, 3. März (Damenbierseminar), 23. April (Tag des deutschen Bieres), 2. Juni, 7. Juli (Bierkellerführung). Die Biere und Themen sind wie immer das am besten gehütete Geheimnis der Lahnsteiner Brauerei – Anmeldung unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
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