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20. Lahnsteiner Bierseminar
Quelle: Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG

Gut zwei Jahre vergingen seit dem ersten Lahnsteiner Bierseminar im Dezember 2010. Nun ist ein kleines Jubiläum geschafft. Die Seminaristen versammelten sich zum zwanzigsten Mal im Schalander der Lahnsteiner Brauerei. Mit Stefan Schneider und Manfred Pöpping waren zwei ganz besondere Teilnehmer dabei. Beide haben alle Ver-anstaltungen mitgemacht und erhielten von Seminarleiter Dr. Markus Fohr eine Urkunde und einen Bierfächer. Wie von den Ehefrauen der beiden zu erfahren war richten beide sogar Urlaub und Dienstreisen nach den Seminarterminen aus. Zumindest Stefan Schneiders Ehefrau Heike wird als Finanzchefin der Lahnsteiner Brauerei damit leben können.
 
Neben den Jubilaren fanden sich rund 25 weitere Bierenthusiasten ein, um zunächst eine weitere Lahnsteiner Edition zu verkosten – das Altbier. Abgefüllt in 1,0 l Magnumflaschen besticht es durch seine nussbraune Farbe und seinen harmonischen Duft und Geschmack, der sich gleichermaßen aus einer sanften Hopfenbittere und den röstigen Aromen des Malzes zusammenfügt.
 
Wesentlich intensiver zeigten sich alle diese Einflüsse in einem ersten Test Lahnsteiner Eisbock. In einem mehrstufigen Prozeß hatte Braumeister Henrik Rohmann den dunklen Bock "Schnee Bock" solange tiefgekühlt, bis sich Eis bildete, und dieses dann abgetrennt. Der resultierende Bock wurde immer stärker. Wie stark genau ist nicht bekannt, denn dies war die erste Testcharge von rund zehn Litern. Diese fielen fast vollständig der internen Verkostung und dem Bierseminar zum Opfer, ein kleiner Rest fand den Weg in den Bierkeller. Hierzu plant der Braumeister weitere Editionen, dann auch in größerem Umfang.
 
Stammtisch-Bierseminaristen bei der Erkundung des Zapfmechanismus
 
Auch einen kulinarischen Genuß bot das Seminar. Donka Fohr, Ehefrau von Dr. Markus Fohr, hatte leckere Brötchen aus Lahnsteiner Malztrunk und der Bierbrot-Backmischungen des Hauses Weyermann Malz gebacken. Das war malzig-würzig-röstiges Aroma in Reinkultur. Die Backmischungen gibt es unter www.weyermann.de
 
Der weitere Teil des Abends gestaltete sich als buntes Potpourri durch die Welt der aus-gefallenen Biere. Eines davon fand in Form einer 5 l Partydose aus dem Willinger Brau-haus den Weg nach Lahnstein. Arnd Brühne, einer der ersten von Seminarleiter Dr. Markus Fohr ausgebildeten „Bierbotschafter IHK“, hatte es eigens dem Bierseminar zu-gedacht. Der Einfachheit halber besitzt die Dose einen integrierten Zapfhahn – und genau dieser stellte selbst die erfahrensten Bierseminaristen auf eine harte Probe. Die Erfahrung siegte letztlich und so konnte ein leckeres, mahagonifarbenes, von cremigem und sanft bräunlichem Schaum gekröntes Vollbier, dessen Geschmack angesichts der intensiven Farbnoten überraschend sanft und weich ausfällt, den Weg in die Gläser finden.
 
Der Weg ins Glas
 
Als nächstes fanden die Jubiläumsbiere 2011 und 2012 der „Brauwelt“, der Welt größten Fachzeitschrift für das Brauwesen, den Weg zur Verkostung. Gesendet hatte sie Michael Schmitt, dessen Getränke Fachverlag Hans Carl die „Brauwelt“ verlegt und der auch ein Studienkollege von Dr. Markus Fohr ist – dieser wiederum arbeitet auch als freier Mit-arbeiter der „Brauwelt“. Das Jubiläumsbier 2011, ein fränkisches Dubbel, ist ein orange-braunes hefetrübes Starkbier mit intensiven Fruchtnoten im Aroma. Solche finden sich auch im Jubiläumsbier 2012, jedoch eher die von Südfrüchten und auch Aromen von Heu und Blumenwiese.
 
Ein geschmacklich komplexes Bier stellt auch das Braufactum Clan Scotch Ale dar. Röst-malz erbringt eine dunkle, fast schwarze Farbe, die Braufactum selbst als "Umbra" be-zeichnet, trüb, mit starker Schaumbildung. Clan duftet malzig, caramelig und erinnert an Kandis. Im Geschmack dominiert eine fast tropische Frucht mit getrockneter Mango als Resultat des verwendeten schottischen "Fuggle" Aromahopfens. Eine sanfte, aber intensive Bittere harmonisiert den dezent süßen Eindruck, sie wirkt auch strukturierend, macht im Finish Druck und trägt den langen Nachgeschmack.
 
Die „Filsener Fraktion“ des Bierseminars steuerte zwei Biere aus der Brauerei Gratzer in Kaindorf, Österreich, bei. Beide Biere mit den Namen des Bären „Herrmann“ und des Vogels „Ludwig“ präsentierten sich als geschmacklich intensiv und gut ausgereift.
 
Das Finale des Abends bildete ein Genuss, der bislang wenigen vorenthalten war. Einen ähnlichen Genuss erlebten die Teilnehmer des zehnten Lahnsteiner Bierseminars vor einem Jahr bei der Verkostung des „Schorschbock“, des mit 57 Vol.-% Alkohol stärksten Bieres der Welt. Diesen Titel hat nun eine schottische Brauerei erobert. „Brewmeister“ nennt sich eine 2011 gegründete Craft Brewery, deren Name nicht nur „deutschtümelt“, auch die Rohstoffe einiger Biere entsprechen dem deutschen Reinheitsgebot. Das neue stärkste Bier der Welt trägt den Namen „Armageddon“ und hält satte 65 Vol-% Alkohol. Gebraut ist es aus Kristallmalz, Weizen, Haferflocken und schottischem Quellwasser. Der Name „Armageddon“ ist durchaus sinnig gewählt.
 
In der Offenbarung des Johannes steht er für den Ort der endzeitlichen Entscheidungs-schlacht. Regisseur Michael Bay, der später auch mit Robotern die Welt zu zerstören ver-suchte, drehte 1998 den Katastrophenfilm „Armageddon – das jüngste Gericht“, in dem die Menschheit nur knapp dem Ende durch einen Asteroiden entgeht.
 
Armageddon – der neue Eisbock made by "Brewmeister"
 
Damit das Bier nicht ähnliche Wirkung entfaltet findet sich bereits auf der Homepage der Hinweis, es in der Dosis 35 ml zu konsumieren. Die "Brewmeister" selbst beschreiben das Aroma als malzig, hopfig, leicht süß und sehr hefig. Zwei wichtige Hinweise könnte man natürlich übersetzen, doch im englischen Original klingen sie deutlich besser und sind leicht zu verstehen:
 
Consume this like a fine whisky.
Be careful though, smelling it is probably enough to put you over the limit!
 
Weitere Informationen gibt es unter www.brewmeister.co.uk
 
Armageddon bietet die alkoholische Schärfe eines starken Eisbocks verbunden mit Malz- und Honignoten. Honig dominiert auch die Farbe dieses Bieres. Allerdings zweifelten insbesondere diejenigen, die den 57 %igen Schorschbock probiert hatten, am hier an-gegebenen Alkoholgehalt von 65 %, denn dazu fehlten Geschmacksintensität und auch Brennbarkeit des Bieres. Einigkeit bestand wiederum darin, dass Armageddon ein außer-gewöhnliches Geschmackserlebnis bietet.
 
Die nächsten Lahnsteiner Bierseminare finden am 7. März und am 11. April 2013 statt. Die Themen sind wie immer das am besten gehütete Geheimnis des Lahnsteiner Brauerei – Anmeldung unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
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