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Großer Rückblick auf das Festival Mondial de la biere in Straßburg
Autor: Frank (BSM5400)

Das kanadische Bier- und Brauereifestival "Mondial de la biere" in Montreal ist nicht nur bei Bierspezialisten bekannt. Es zieht magisch zahlreiche Besucher und Aussteller aus sämtlichen Teilen der Erde an. 2008 feierte das Festival 15-jähriges Jubiläum und so wurde dieser Anlass genommen, um das Festival nach Europa zu expandieren. 2009 fand es das erste mal und nun 2011 das dritte mal statt. Ich habe mich nun zum zweiten mal auf den Weg gemacht, um das Festival noch näher kennen zu lernen.
 
Leider war ich am Anfang etwas enttäuscht. Es gab wohl wieder über 100 Brauereien und über 400 Sorten Bier aber die Anordnung der Länder und Brauereien waren anders. So gab es Stände mit den Ländern Schweden, Dänemark, Kanada und Brasilien. Letztes Jahr hatte jedes Land einen eigenen Stand, man konnte besser mit den Leuten kommunizieren. Des Weiteren gab es dieses Jahr so gut wie keine Braumeister und auch keine Besitzer von den Brauereien. Nur Großhändler gingen an den Start, die das ganze Weltbier in Frankreich vermarkten möchten. Ein paar Braumeister haben wir aber gefunden. Dazu später mehr.

Zum Programm:

–    es gab Sud- und Braudemonstrationen
–    Seminare und Diskussionsrunden
–    Workshops "Kochen mit Bier"
–    Sammlerbörse
–    einen professionellen Bierverkostungswettbewerb mit Verleih von Goldmedaillen
–    das Publikum konnte die drei beliebtesten Biere krönen und auch die schönsten Etiketten wählen

Am Eingang befand sich direkt ein Shop. Man konnte dort alle Sorten kaufen, die auf der Messe angeboten wurden. Aber 3 – 15 Euro für eine Flasche Bier, na ja das war ganz schön teuer. Aber der Shop wurde vom Publikum ausgiebig benutzt und die Leute haben körbeweise Bier eingekauft.

Unser erstes Bier haben wir am Stand von Belgisch-Luxemburg getrunken. Von der Brasserie de Bouillon (www.brasseriedebouillon.be) tranken wir ein le biere Bodons. Ein helles frisches leicht säuerliches Bier. Für den Anfang ein leckeres Bierchen. Die Brauerei produziert 700hl im Jahr und beschäftigt 2 Leute.
 
Danach ging es in den VIP-Bereich zur offiziellen Eröffnung, die der Kultur- und Tourismusminister von Belgisch-Luxemburg, Rene
Collin, vornahm. Leider wieder auf französisch und für mich nicht verständlich. Aber später hat er sich noch Zeit genommen und wir konnten uns auf englisch gut verständigen.
 
„Die Provinz Luxemburg, die einzig wahren Ardennen. Land des Wassers und riesiger Waldflächen. Die 210.000 Hektar Wald bilden ein unermessliches Reservoir an frischer Luft für alle benachbarten Länder und bringen der Provinz den Namen -Grüne Provinz- ein.
Stolz trägt sie den Titel – Dárdenne Authentique- (der wahren Ardennen), der seinen Ursprung in dem Wort -Arduenna- hat, was in der latinisierten keltischen Sprache –bewaldete Höhe- bedeutet. Nette Leute und 14 Brauereien, die gutes Bier zapfen. Des Weiteren stellten sie ein Buch vor. Der Autor „Jean Luc Bodeux“ schrieb ein Bierbuch über Belgisch-Luxemburg mit sehr guten Bildern und Hintergrundwissen. (Bieres es brasseries des 2 Luxemburg.  ISBN 978-2-87489-122-9)

Bei der Brasserie de Bretagne (www.brasseriedebretagne.com) waren wir letztes Jahr schon begeistert. Mit 25 000 hl Jahresausstoß zählt sie zu den größten
unabhängigen Brauereien in Frankreich. Und 4,5 Millionen Euro Umsatz lässt sich auch hören. Jean Francois Istin und Herve Corbel waren die ersten Studenten aus der Bretagne, die in Deutschland (Reutlingen) studiert haben. 1998 gründeten sie die Brauerei und haben mittlerweile 30 Leute beschäftigt. Insgesamt werden 12 Biere gebraut und Gold gab es schon für den „Celtika-Triple“ Mit 8,8% Alc. Ein süffiges Bockbier. Ein Teufel auf dem Etikett und ein Horn als Trinkgefäß, einfach originell.

Die Nummer eins im Vertrieb für englische Biere ist „Planete Soif“. Stephane Maxant hat eine sehr gute Idee: Er verkauft das Bier in
roten Telefonhäuschen. Es sieht super aus. Er hat immer 150 Biere auf Lager, kann aber mit verschiedenen 250 Sorten dienen. Normal halte ich nicht soviel vom englischen Bier, aber ich bin eines besseren belehrt worden. 2 Sorten aus Barril-Fässern habe ich verkostet. Eins aus Cognac- und eins aus Whiskeyfässern. Einfach köstlich der Geschmack. Des Weiteren habe ich ein original Ginger Ale getestet, auch hier einfach lecker.

Dann sind wir sehr freundlich beim Meteor-Stand empfangen worden. Der Besitzer der Brauerei Hr. Haag hat mir als einziger Unterlagen zukommen lassen. Alle anderen Brauereien wollten dies auch tun, aber na ja. Seit 1640 braut die Brauerei, nur wenige Kilometer von Straßburg entfernt, eine breite Palette von Produkten mit einzigartigen Persönlichkeiten, die sie einladen, die Freuden des Bieres zu entdecken. Die Brauerei-Familie leitet seit 7 Generationen die erste unabhängige Brauerei im Elsass. Michael Haag weigert sich stets die Brauerei an einen Riesen zu verkaufen. Gut so. So ist die Unabhängigkeit seines Unternehmens und die Persönlichkeit seiner Produkte erhalten geblieben.

Hochfelden ist eine kleine Stadt umgeben von Ackerland und liegt zwischen Straßburg und der Saverne. Im Jahre 870 war zum
ersten mal  die Rede vom Brauen in Hochfelden. Seit 1640 steht die Brauerei an der gleichen Position wie heute. 1844 kaufte Familie Metzger diese Brauerei. Durch Heirat kam die Familie Haag ins Spiel, die bis heute die Brauerei leitet. 1925 bekam die Brauerei den Namen „Meteor“. Schon 2 Jahre später gab es das leckere Hopfen betonte Pils. 1956 gab es noch einen Ausstoß von 100.000hl. 1966 schon 200.000, 1982 300.000, 1990 400.000 und 2004 schon 500.000hl. 2011 betrug der Umsatz 47.000.000€ bei 535.000hl Ausstoß. Die Brauerei beschäftigt 200 Mitarbeiter. Das Pils, das Noel und das Wendelinus (Klosterbier) sind super Biere der Brauerei Meteor. Wenn ihr Möglichkeiten habt, probiert diese Sorten.
 
Natürlich haben wir noch einige andere Stände und dessen Biere getestet. Aber irgend wann haben wir uns doch wieder an den einzigen deutschen Stand der Fa. „ho Beer international“ gewendet. Weltenburger vom Fass. Was für ein Genuss. Sie hatten eine Vielzahl von deutschen Bieren. Warsteiner, Krombacher, Bitburger usw. Es waren bestimmt 50 Sorten die Herr Ehoeck in Frankreich verbreitet. Leider der einzige deutsche Stand, irgendwie schade!
 
Nach 8 Stunden Messe ging und dann auch die Puste aus. Ob ich nächstes Jahr wieder komme, mal sehen.

Prost, bierfra
 
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