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Neue Bierkultur oder Biergepansche?
Quelle: braufactum.de , frankenpost.de (Artikel 1, Artikel 2)

Nach eigenen Angaben hat die Radeberger Gruppe mit der Marke „BraufactuM“ eine neue Ära für Bierliebhaber eingeführt. Von "Aroma-Bieren" und einer möglichen Aufweichung des Reinheitsgebots halten viele Brauer jedoch nichts.

Dem deutschen Biermarkt geht es nicht gut: Alkohol steht in der Kritik, der Bierabsatz geht zurück und es gibt heftige Preiskämpfe. Da bieten teure Biere für den besonderen Geschmack vielleicht neue Chancen. „Es täte schon gut, das Image des deutschen Bieres etwas zu lüpfen“, meint Radeberger-Chef Albert Christmann. Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH (BraufactuM), eine im September 2010 gegründete Tochtergesellschaft der Radeberger Brauerei, spricht gar von einer neuen Bierkultur. Handwerklich hergestellte Biere mit einer schier grenzenlosen Aromenvielfalt sollen den Biermarkt beleben.

Die Rede ist etwa von Himbeerbieren für 16 Euro pro 0,75 Liter und Bieren, die in Rieslingfässern nachreifen und dann nach Zitrone und Melisse schmecken. Biere aus kleinen Spezial-Brauereien in den USA, Belgien und Italien bieten bereits eine besonders große aromatische Vielfalt. Eines ist mit Orangenschalen und Koriander gebraut. Das Aroma soll an Banane erinnern. Ein anderes duftet nach Honig, Ingwer und Milchschokolade. Wiederum ein anderes hat keine Kohlensäure und riecht nach Pflaumen und schmeckt nach Honig. Mal beherrscht bitterer Hopfen den Geschmack, mal karamellisiertes Malz. Viele solcher Varianten kann man auch online auf der BraufactuM-Webseite bestellen.

Einige dieser neuen "Biere" sind in Deutschland gebraut und nicht alle entsprechen dem deutschen Reinheitsgebot, das außer Wasser nur Gerstenmalz, Hopfen und Hefe zulässt. Marc Rauschmann, Geschäftsführer von Braufactum, hofft, dass man die Vorschrift weiter entwickeln kann: „Wir könnten das Reinheitsgebot auf die Zutaten ausweiten – keine Zusatzstoffe, keine künstlichen Atomen.“ Für das belgische Himbeerbier braucht man etwa ein Pfund frische Himbeeren pro Liter. Ein allgemeiner Imagewandel soll damit herauf beschwört werden,und Bier ähnlich wie Wein und Kaffee auch als Gourmet-Lebensmittel etabliert werden.

Die Pläne von Radeberger, mit "Aroma-Bier" neue Märkte zu erschließen und damit das seit Jahrhunderten geltende Reinheitsgebot zu durchbrechen, stößt bei anderen Brauern hingegen auf Ablehnung. Braumeister Robert Boser vom Bayerischen Brauereimuseum meint: "Gerade wegen des Reinheitsgebots genießt unser deutsches Bier weltweit Anerkennung und überall werden wir um dieses streng natürliche Getränk beneidet. Warum sollten wir freiwillig auf das Reinheitsgebot verzichten, wenn wir schon über ein so besonderes Merkmal verfügen, wie es sonst keiner hat?". Ähnlich äußert sich Dr. Helga Metzel von der Kulmbacher Brauerei: "Als Traditionsbrauerei brauen wir alle unsere Biere nach dem Bayerischen Reinheitsgebot. Allein mit den nach diesem Gebot erlaubten Zutaten lässt sich eine unendliche Vielfalt wunderbarer Biere brauen." Braumeister Jürgen Münch von der Brauerei Schübel ist überzeugt: Wenn das Reinheitsgebot fällt, geht das Biergepansche los. Alle möglichen Rohstoffe könnten dann verwendet werden und der Verbraucher wisse gar nicht mehr, welche Inhaltsstoffe in der Flasche steckten.

Wir sind gespannt, wie die hochpreisigen Biervarianten in der Gastronomie angenommen werden.
 
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