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Appell an Bundesminister Schmidt - Bitte keine Gentechnik
Freitag, 26. Juni 2015
Quelle: Die Freien Brauer

Die Freien Brauer überreichen neuem Botschafter des Bieres 2015 Positionspapier für den Einsatz von gentechnisch unveränderten Rohstoffen

Im Rahmen des Deutschen Brauertages am 11. Juni 2015 in Berlin überreichten Die Freien Brauer Bundesminister Christian Schmidt ein Positionspapier. Darin machen sie den Bundesminister für Ernährung
Positionspapier der Freien Brauer für den Einsatz von gentechnisch unveränderten Rohstoffen
Positionspapier der Freien Brauer für den Einsatz von gentechnisch unveränderten Rohstoffen
und Landwirtschaft und neu ernannten Botschafter des Bieres 2015 auf die verheerenden Auswirkungen der grünen Gentechnik aufmerksam. Gemeinsam sprechen sich die 40 führenden, unabhängigen Familienbrauereien in Deutschland, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden für den Einsatz von gentechnisch unveränderten Rohstoffen aus. Mit ihren Sieben Werten, darunter „Saubere Umwelt“ und „Persönliche Verantwortung“, stehen sie für den Erhalt der Biervielfalt und Bierkultur ein.

Auf dem Deutschen Brauertag am 11. Juni 2015 in Berlin gratulierten Die Freien Brauer Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, zum neuen Titel als Botschafter des Bieres 2015. Stellvertretend für die 40 führenden, unabhängigen Familienbrauereien in Deutschland, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden überreichten ihm Geschäftsführer Jürgen Keipp und Präsident Georg VI. Schneider ein Positionspapier. Darin weisen sie mit höchster Dringlichkeit auf mögliche Auswirkungen von freigesetzten, gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft hin. Der Werteverbund sieht vonseiten der Politik akuten Handlungsbedarf und bittet um Unterstützung.

Die Freien Brauer stehen mit ihren Werten für eine „Saubere Umwelt“, „Persönliche Verantwortung“ und „Höchste Qualität“ ein. Sie sprechen sich aktiv für den Einsatz von gentechnisch unveränderten Rohstoffen aus und fassen die kritischen Aspekte in ihrem Positionspapier zusammen:

- GVO schaden der Umwelt: Der Anbau von GVO führt zu Artenrückgang sowie neuen resistenten „Super-Unkräutern“ und Schädlingen. Von gentechnisch veränderten Pflanzen produzierte Gifte reichern sich zudem im Boden an.

- GVO können der Gesundheit von Mensch und Tier schaden: Es ist unklar, wie sich der Verzehr von GVO langfristig auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Tierversuche zeigen wiederholt eindeutig Gefahren auf. Gentechnisch veränderte Pflanzen werden zudem mit Antibiotikaresistenzen gezüchtet. Diese können auf Bakterien übergehen und resistente Keime hervorbringen.

- Das Ausmaß von GVO ist unkontrollierbar und ein Schadenersatz unmöglich: Sind GVO freigesetzt, lassen sie sich nicht zurückholen und breiten sich unkontrolliert aus. Die genauen Wirkmechanismen, mit denen bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird, sind unklar. Immer wieder tauchen bei gentechnisch veränderten Pflanzen unerwartete Eigenschaften auf. Keiner will für die möglichen Schäden der gentechnisch veränderten Pflanzen aufkommen – weder die Akteure der Produktionsketten noch Versicherungen.

- GVO haben negative Einflüsse auf die Wirtschaft: Die Agro-Gentechnik, die auf Rationalisierung ausgerichtet ist, gefährdet wertvolle Arbeitsplätze. Die Gewinne werden nur wenigen, großen Konzernen zugutekommen. Hersteller von gentechnikfreien Lebensmitteln haben beim Anbau von GVO in der Nachbarschaft erhebliche Mehrkosten für Analytik und Qualitätssicherung. Der Wettbewerbsdruck auf die mittelständischen Saatzuchtunternehmen wird Zusammenschlüsse und Übernahmen begünstigen. GVO können patentiert werden und bieten Konzernen neue Möglichkeiten der Marktbeherrschung. Landwirten und Verbrauchern drohen neue Abhängigkeiten.

- Verbraucher sind nicht mehr frei in ihren Entscheidungen: Schon ein geringer Anbau von GVO macht eine klare Trennung der Rohstoffe nicht mehr möglich. Pollenflug und Verunreinigungen im Saatgut erschweren einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen erheblich. Verbraucher können dadurch nicht mehr frei zwischen natürlichen und Lebensmitteln mit GVO wählen.
 
 
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